Diplomarbeit, HfG Offenbach – Elektronische Medien
Mixed Media / Video, 3D-Animation, Holz und Metallobjekte / 2025
WHO CARES? untersucht strukturelle Bedingungen von Fürsorge im deutschen Gesundheitssystem. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Pflegearbeit – ob beruflich oder im privaten Umfeld – bewältigt, bewertet und gesellschaftlich repräsentiert wird.
Ein verlassenes Taubenhaus nahe der HfG Offenbach wurde zum Ausgangspunkt der Arbeit. Was sagt der Zustand eines verfallenden Ortes über gesellschaftliche Verantwortung, über Fürsorge, über das, was übersehen wird, aus? Dieser verlassene Unterschlupf ist ein Sinnbild der Nutzlosigkeit. Bestimmt unsere Nützlichkeit unseren gesellschaftlichen Wert – und was passiert, wenn man keinen Beitrag mehr leisten kann?
Diese Fragen wurden in Form von fünf Monologen aus Sicht verschiedener Positionen aus dem Pflegesektor ausgearbeitet und in Form einer fünfkanaligen Videoinstallation in einem Replikat des alten Taubenschlags verbildlicht. Die Basis davon sind Gespräche mit Fachkräften aus der Pflege, mit Personen aus Betriebsräten und der Gewerkschaft ver.di sowie mit Angehörigen, die zu Hause Sorgearbeit leisten.
Ergänzend fließen Reflexionen aus Frédéric Valins Pflegeprotokolle ein – einem dokumentarisch-literarischen Werk, das Perspektiven aus verschiedenen Bereichen der Sorgearbeit versammelt und strukturelle wie persönliche Spannungsfelder sichtbar macht.
Die künstlerische Arbeit richtet den Fokus auf die Menschen hinter dem System: auf innere Spannungen, Erschöpfung, Widersprüche – und auf den Versuch, unter strukturellem Druck Menschlichkeit zu bewahren.
CREDITS
Konzept, Recherche, künstlerische Umsetzung: Jenny Sofie Kasper
Monologe: Niklas Linnenbach (auf Grundlage von Gesprächen, Recherchen und Materialien
von J.S. Kasper & eigenen Recherchen)
Sprecherinnen: Vivian Desirée Albano, Beate Schurckard, Niklas Linnenbach, Sushi, Jenny
Taubenhaus : Jacqueline Kasper & Pawel Wall
Soundaufnahme: Barnabas Vollmar
Mastering: Diego Seipel Soubrier
Metallkonstruktion (Schweißarbeiten): Rahel Pabst
Dokumentation (Filming): Pei-Chin Lee
Förderung
Hans-Böckler-Stiftung
HAB – Hessen Abschlussförderung
Diplomarbeit, HfG Offenbach – Elektronische Medien
Mixed Media / Video, 3D-Animation, Holz und Metallobjekte / 2025
WHO CARES? untersucht strukturelle Bedingungen von Fürsorge im deutschen Gesundheitssystem. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Pflegearbeit – ob beruflich oder im privaten Umfeld – bewältigt, bewertet und gesellschaftlich repräsentiert wird.
Ein verlassenes Taubenhaus nahe der HfG Offenbach wurde zum Ausgangspunkt der Arbeit. Was sagt der Zustand eines verfallenden Ortes über gesellschaftliche Verantwortung, über Fürsorge, über das, was übersehen wird, aus? Dieser verlassene Unterschlupf ist ein Sinnbild der Nutzlosigkeit. Bestimmt unsere Nützlichkeit unseren gesellschaftlichen Wert – und was passiert, wenn man keinen Beitrag mehr leisten kann?
Diese Fragen wurden in Form von fünf Monologen aus Sicht verschiedener Positionen aus dem Pflegesektor ausgearbeitet und in Form einer fünfkanaligen Videoinstallation in einem Replikat des alten Taubenschlags verbildlicht. Die Basis davon sind Gespräche mit Fachkräften aus der Pflege, mit Personen aus Betriebsräten und der Gewerkschaft ver.di sowie mit Angehörigen, die zu Hause Sorgearbeit leisten.
Ergänzend fließen Reflexionen aus Frédéric Valins Pflegeprotokolle ein – einem dokumentarisch-literarischen Werk, das Perspektiven aus verschiedenen Bereichen der Sorgearbeit versammelt und strukturelle wie persönliche Spannungsfelder sichtbar macht.
Die künstlerische Arbeit richtet den Fokus auf die Menschen hinter dem System: auf innere Spannungen, Erschöpfung, Widersprüche – und auf den Versuch, unter strukturellem Druck Menschlichkeit zu bewahren.
CREDITS
Konzept, Recherche, künstlerische Umsetzung: Jenny Sofie Kasper
Monologe: Niklas Linnenbach (auf Grundlage von Gesprächen, Recherchen und Materialien
von J.S. Kasper & eigenen Recherchen)
Sprecherinnen: Vivian Desirée Albano, Beate Schurckard, Niklas Linnenbach, Sushi, Jenny
Taubenhaus : Jacqueline Kasper & Pawel Wall
Soundaufnahme: Barnabas Vollmar
Mastering: Diego Seipel Soubrier
Metallkonstruktion (Schweißarbeiten): Rahel Pabst
Dokumentation (Filming): Pei-Chin Lee
Förderung
Hans-Böckler-Stiftung
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